Die Eingewöhnung ist mir sehr wichtig, da der Übergang in die Tagespflege ein einschneidendes Erlebnis für die Kinder ist.
Ich bin für euer Kind anfangs eine fremde Person. Zudem muss sich euer Kind in eine fremde Umgebung einfinden.
Zu Beginn der Eingewöhnungszeit ist es daher bedeutsam, dass sich ein Elternteil ausreichend Zeit nimmt, um das Kind langsam und somit sanft einzugewöhnen.
Diese Bezugsperson sollte immer die Gleiche sein.
Euer Kind kann leichter eine Bindung zu mir aufbauen, wenn ihm immer die gleiche Bezugsperson dabei hilft.
Starke Helfer in der Eingewöhnungszeit sind das mitgebrachte Lieblingskuscheltier, der Schnuller oder das Lieblingsschnuffeltuch (so hat das Kind immer etwas Vertrautes greifbar).
Die Eingewöhnung wird individuell auf die Persönlichkeit eures Kindes abgestimmt.
Eltern sollen sich nicht unter Druck gesetzt fühlen, dass es jetzt endlich funktionieren muss.
Eine Trennung geschieht nicht nach Plan oder Zeitvorgabe, sondern dann, wenn das Kind wirklich bereit dafür ist.
Jedes Kind darf sich die Zeit nehmen, die es braucht. Das Tempo der Eingewöhnung bestimmt allein das Kind - seine Signale zeigen den Weg.
An erster Stelle steht die Beziehung- nicht der Ablaufplan oder ein fester Zeitplan. Alles andere wächst mit der Zeit.
Jede Eingewöhnung ist einzigartig und individuell - wie das Kind selbst.
Wenn der Druck kleiner wird, entsteht Raum für das, was am Wichtigsten ist: eine sichere, vertrauensvolle Beziehung.
Elternteil und Kind bleiben für 1-2 Stunden bei mir und lernen die anderen Kinder, meine Arbeit und meine Wohnung kennen.
Das Elternteil hält sich im Hintergrund auf und beobachtet, ist in dieser Zeit für das Kind der Spielpartner und die sichere Zuflucht.
Der Betreuungszeitraum nimmt zu und ich übernehme allmählich die Rolle des Spiel- und Betreuungspartners.
Elternteil verlässt ab und zu für kurze Zeit den Raum, später die Wohnung (aber nicht ohne ein abgesprochenes Verabschiedungsritual)
Das Elternteil muss für den Notfall immer telefonisch erreichbar sein, falls sich das Kind nicht von mir trösten lässt. In diesem Fall muss der Trennungsversuch noch einmal verschoben werden.
Langsam wird die tägliche Abwesenheit ausgedehnt.